29.05.26 | WRBK
Das gemeinsame Sommerfest des Berufsbildungswerks Volmarstein (BBW) und des Werner-Richard-Berufskollegs (WRBK) steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des 50. Jubiläumsjahres. Am Samstag, 4. Juli 2026, sind aktuelle und ehemalige Teilnehmende, Mitarbeitende, Familien, Freund*innen und Unterstützer*innen von 13 bis 18 Uhr zum Feiern eingeladen.
Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Viele Bereiche und Mitarbeitende bringen sich mit großem Engagement in die Planung des Festes ein. Entstehen soll ein bunter Nachmittag voller Begegnungen, Musik und gemeinsamer Erinnerungen.
Ein besonderes Highlight wird die große Jubiläumstombola sein. Dabei warten 50 Hauptpreise sowie rund 1.000 Kleinpreise auf die Gewinner*innen. Zusätzlich gibt es drei Sonderpreise, die ausschließlich für Teilnehmende von BBW und WRBK vorgesehen sind und ohne Loskauf gewonnen werden können.
Auch kulinarisch dürfen sich die Gäste auf ein vielfältiges Angebot freuen: Neben klassischen Grillspezialitäten gibt es vegetarische und vegane Speisen, Flammkuchen, Kaffee, Kuchen und Waffeln, eine Eis- und Candybar, Softeis, frisches Obst sowie Quesadillas.
Für musikalische Stimmung sorgen die hauseigene Band „Kraftzwerg“ sowie der Jugendspielmannszug. Die Band wird dabei auch die BBW-Hymne spielen, die eigens zum Jubiläumsjahr präsentiert wird.
Geplant sind außerdem die Ehrung der „Laufwunder“ sowie das beliebte „Spiel ohne Grenzen“. Familien und Kinder erwartet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken und Torwandschießen. Die Gärtnerei lädt zudem wieder zum Pflanzenverkauf ein.
Schon jetzt ist die Vorfreude auf das Jubiläums-Sommerfest groß. Und vielleicht wartet auf die Besucher*innen ja auch noch die ein oder andere Überraschung.
28.05.26 | WRBK
Schülerinnen und Schüler des Werner-Richard-Berufskolleg und Auszubildende des Berufsbildungswerks Volmarstein genossen einen Tag unter dem Motto „Spiel ohne Grenzen“. Bei Bilderbuch-Wetter erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreicher Tag in Anlehnung an die Spielshow aus den 70er Jahren. Das besondere Event fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen statt.
Auf dem Sportplatz luden zahlreiche Spiel- und Aktionsstationen zum Mitmachen ein. Ob beim Riesen-Jenga, dem Boxautomat, am Rolli-Parcours, beim Kegeln oder bei „Hau den Lukas“ – überall wurde gelacht, ausprobiert und angefeuert. Die Klassen traten dabei in Gruppen gegeneinander an und sammelten an den verschiedenen Stationen Punkte.
Im Mittelpunkt stand jedoch nicht der Wettbewerb, sondern das gemeinsame Erleben. Besonders wichtig war dem Organisations-Team, dass an allen Spielformaten Rollstuhlfahrer*innen sowie Läufer*innen gleichermaßen teilnehmen konnten. „Es ist total cool und macht echt Spaß!“, freute sich Teilnehmer Sanel Koc begeistert über das besondere Event.
Auch kulinarisch hatte das Schulfest einiges zu bieten: An vielen Ständen gab es kostenlos Burger, Würstchen, Crêpes, Popcorn, Eis und Zuckerwatte – ein Angebot, das von den Jugendlichen begeistert angenommen wurde.
Schulleiter Christof Hoffmann lobte besonders den Einsatz aller Beteiligten: „Die super Teamarbeit war entscheidend. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, das alles auf die Beine zu stellen.“
27.05.26 | WRBK
Rund 100 Jugendliche aus BBW und Werner-Richard-Berufskolleg gingen gemeinsam
mit engagierten Fahrer*innen auf Tour durch den Ennepe-Ruhr-Kreis.
„Lass uns die Strecke mal durchgehen“, sagte Erich Bühren zu seine Copiloten Jean-Louis Wünschel. Der Senior aus Sprockhövel war mit seinem bildschönen Isabella Cabrio von 1959 zur Oldtimertour nach Volmarstein gekommen. Seinen Mitfahrer kennt er schon aus dem vergangenen Jahr und „fachsimpelt“ mit ihm per Du. Jean-Louis Wünschel ist Schüler am Werner-Richard-Berufskolleg und einer von rund 100 Jugendlichen, die mit Oldtimern auf Tour gehen durften.
Die 38 alten Schätzchen waren echte Hingucker: Laetitia Eschke, die eine Berufserkundung im Berufsbildungswerk Volmarstein absolviert, durfte z.B. in der „Tin Lizzy“ (dt. „Blechliesel“) von 1915 am Steuer sitzen und die Hupe drücken. Und Joachim Böhnen, Ausbilder der Druck- und Medientechnik im BBW, hatte schon bei der Anfahrt zur Rallye drei begeisterte Auszubildende in seinem coolen Plymouth Duster von 1970.
Die Ausfahrt mit den jungen Menschen, die mit persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen kämpfen, ist für die Oldtimer-Fans eine Herzensangelegenheit. Viele sind nicht zum ersten Mal zur Ev. Stiftung Volmarstein gekommen, um das zu erleben. „Es macht richtig Freude, mit den Jugendlichen zu fahren“, sagt Erich Bühren. Mit röhrenden Motoren und strahlenden Gesichtern ging es dann auf die rund 35 Kilometer lange Strecke. „Die Jugendlichen sind dabei nicht nur Mitfahrer*innen, sondern helfen aktiv bei der Navigation“, betont Ernst Schumacher vom Werner-Richard-Berufskolleg.
Die Oldtimer-Tour ist seit Jahren eine große Gemeinschaftsaktion engagierter Menschen. Die Organisation übernahm erneut Hans-Ullrick Külpmanng gemeinsam mit Ernst Schumacher. Der Oldtimer-Fan aus Wetter warb wochenlang bei Treffen und Stammtischen für die Veranstaltung, sammelte die Anmeldungen und plante die Strecke über abgelegene Straßen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Dank Nils Roschin, der auf den letzten Drücker drei seiner eigenen Oldtimer an den Start brachte und der durch persönliche Kontakte weitere vier Fahrer gewinnen konnte, hatten mehr unserer Oldtimer-Fans das Glück, auch einen Platz für die Fahrt zu Abus zu ergattern. Vielen Dank dafür.
Die Firma ABUS unterstützte die Aktion in vielfältiger Weise: Geschäftsführer Christian Bremicker nahm selbst mit einem Oldtimer teil, Mitarbeitende halfen bei der Organisation und nach der Rallye lud das Unternehmen alle zum Barbecue ein. Auch Andreas Schnell, Inhaber der Zimmerei Schnell aus Volmarstein, engagierte sich erneut, brachte einen alten amerikanischen Truck mit und gewann weitere Fahrer*innen für die Ausfahrt. Die Firma Ortwein organisierte den Rücktransport der Jugendlichen mit einem Bus. Zudem unterstützten viele Lehrkräfte des Werner-Richard-Berufskollegs die Veranstaltung.
Einige Fahrer verbindet mit der Ev. Stiftung Volmarstein mehr als die Begeisterung für Oldtimer: Hans-Ullrick Külpmann absolvierte in den 1970er Jahren seinen Zivildienst im Oskar-Funke-Haus. Und Erich Bühren freut sich noch heute über das neue Kniegelenk, das er vor Jahren in der Orthopädischen Klinik Volmarstein erhielt.
16.05.26 | WRBK
Praktische Unterstützung für den Schulalltag: Die Schake GmbH hat dem Werner-Richard-Berufskolleg (WRBK) 50 blau-weiße Pylonen gespendet. Die Übergabe fand auf dem Firmengelände im Schöllinger Feld statt. „Wir freuen uns sehr darüber“, betonte Christof Hoffmann, Leiter der Förderschule der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Die Pylonen sollen künftig vielseitig eingesetzt werden – etwa bei Sportveranstaltungen oder im Rahmen von Kursen für den Mofa-Führerschein.
Auf die Idee zu dieser Spende kam die Firma durch den WRBK-Schüler Jonas Bürgener, der bei dem international agierenden Unternehmen für Absperrtechnik ein dreiwöchiges Betriebspraktikum absolviert hatte. „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, lobte Schake-Mitarbeiter Jörg Haslinde.
8.05.26 | Allgemein, WRBK
„Hitlers Tischgespräche“ regt zum Nachdenken an
Ein außergewöhnliches und zugleich tief bewegendes Projekt erlebten Teilnehmende des WRBK: Das dokumentarische Theaterstück „Hitlers Tischgespräche“, aufgeführt von „Die Buschtrommel“ mit dem Schauspieler und Kabarettisten Andreas Breiling begleitet von Moderatorin Britta von Anklang.
Das Besondere an der Inszenierung: Die Zuschauer*innen werden selbst zu Gästen einer Tischrunde und sind damit mitten im Geschehen. In dieser Rolle erleben sie einen etwa 60-minütigen Monolog, in dem der Darsteller in die Rolle Adolf Hitlers schlüpft. Dabei äußert er Gedanken zu Themen wie Ernährung, Kleidung, der Rolle der Frau, der Kirche und dem Judentum – basierend auf originalen Monologen aus den Jahren 1941 bis 1944. Gerade scheinbar widersprüchliche Aussagen sorgen für Irritation und regen zum
Nachdenken an. So zeigte sich das Publikum beispielsweise überrascht, als der Darsteller Sätze äußerte, in denen Hitler behauptet hat: „Ich mag niemanden leiden sehen und keinem
weh tun“. Solche Momente führten zu sichtbarer Verunsicherung und eröffneten Raum für kritische Auseinandersetzung.
Im Anschluss an die Aufführung leitete Britta von Anklang eine intensive Gesprächsrunde mit zahlreichen Beiträgen der Teilnehmenden. Hier wurden die gehörten Aussagen gemeinsam reflektiert und in Bezug zur Gegenwart gesetzt. Ziel war es, die Grausamkeit des NS-Regimes klar herauszuarbeiten und zugleich zu verdeutlichen, wie wichtig Projekte wie
dieses als Gegenpol zu extremistischen Tendenzen sind.
Die Schüler*innen nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen. So wollte Mihalea Z. wissen, wie sich der Darsteller sowohl den umfangreichen Text als auch die Körpersprache angeeignet habe. Der Darsteller erklärte, dass der Text aus Originalquellen stamme und er etwa sechs Monate zum Auswendiglernen benötigt habe. Zudem hätten ihm Videoaufnahmen geholfen, die Körpersprache möglichst authentisch darzustellen. Hussein wollte wissen: „Was macht es mit einem, eine Figur wie Hitler zu verkörpern?“ Herr Breiling erklärte, dass es äußerst belastend sei, „den größten Verbrecher der Welt“ darzustellen, und dass ihn diese intensive Auseinandersetzung sogar in Form von Albträumen begleitet habe. Die Vorstellung, sich mit dieser historischen Figur in einem Raum zu befinden, wurde von vielen als beängstigend beschrieben und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Gleichzeitig zeigten sich die Zuschauerinnen beeindruckt vom schauspielerischen Talent und der eindringlichen Darstellung.
Beide Darsteller betonten, wie wichtig ihnen dieses Projekt sei – insbesondere mit Blick auf die Prävention von Radikalisierung. Seit dem Jahr 2003 bringen sie dieses Format an Schulen und erreichen damit junge Menschen auf eindringliche Weise. Es zeigt wie wichtig es ist, Geschichte nicht nur zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen – gerade in einer Zeit, in der
gesellschaftliche Polarisierung zunimmt.