Ein außergewöhnliches und zugleich tief bewegendes Projekt erlebten Teilnehmende des WRBK: Das dokumentarische Theaterstück „Hitlers Tischgespräche“, aufgeführt von „Die Buschtrommel“ mit dem Schauspieler und Kabarettisten Andreas Breiling begleitet von Moderatorin Britta von Anklang.
Das Besondere an der Inszenierung: Die Zuschauer*innen werden selbst zu Gästen einer Tischrunde und sind damit mitten im Geschehen. In dieser Rolle erleben sie einen etwa 60-minütigen Monolog, in dem der Darsteller in die Rolle Adolf Hitlers schlüpft. Dabei äußert er Gedanken zu Themen wie Ernährung, Kleidung, der Rolle der Frau, der Kirche und dem Judentum – basierend auf originalen Monologen aus den Jahren 1941 bis 1944. Gerade scheinbar widersprüchliche Aussagen sorgen für Irritation und regen zum Nachdenken an. So zeigte sich das Publikum beispielsweise überrascht, als der Darsteller Sätze äußerte, in denen Hitler behauptet hat: „Ich mag niemanden leiden sehen und keinem weh tun“. Solche Momente führten zu sichtbarer Verunsicherung und eröffneten Raum für kritische Auseinandersetzung.
Im Anschluss an die Aufführung leitete Britta von Anklang eine intensive Gesprächsrunde mit zahlreichen Beiträgen der Teilnehmenden. Hier wurden die gehörten Aussagen gemeinsam reflektiert und in Bezug zur Gegenwart gesetzt. Ziel war es, die Grausamkeit des NS-Regimes klar herauszuarbeiten und zugleich zu verdeutlichen, wie wichtig Projekte wie dieses als Gegenpol zu extremistischen Tendenzen sind. Die Schüler*innen nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen. So wollte Mihalea Z. wissen, wie sich der Darsteller sowohl den umfangreichen Text als auch die Körpersprache angeeignet habe. Der Darsteller erklärte, dass der Text aus Originalquellen stamme und er etwa sechs Monate zum Auswendiglernen benötigt habe. Zudem hätten ihm Videoaufnahmen geholfen, die Körpersprache möglichst authentisch darzustellen. Hussein wollte wissen: „Was macht es mit einem, eine Figur wie Hitler zu verkörpern?“ Herr Breiling erklärte, dass es äußerst belastend sei, „den größten Verbrecher der Welt“ darzustellen, und dass ihn diese intensive Auseinandersetzung sogar in Form von Albträumen begleitet habe. Die Vorstellung, sich mit dieser historischen Figur in einem Raum zu befinden, wurde von vielen als beängstigend beschrieben und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Gleichzeitig zeigten sich die Zuschauerinnen beeindruckt vom schauspielerischen Talent und der eindringlichen Darstellung.
Beide Darsteller betonten, wie wichtig ihnen dieses Projekt sei – insbesondere mit Blick auf die Prävention von Radikalisierung. Seit dem Jahr 2003 bringen sie dieses Format an Schulen und erreichen damit junge Menschen auf eindringliche Weise. Es zeigt wie wichtig es ist, Geschichte nicht nur zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen – gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Polarisierung zunimmt.
Vom 13. bis zum 20. März 2026 verbrachte eine Gruppe von 10 Schüler*innen zusammen mit einer Integrationskraft und ihren Lehrern – Herr Kaiser, Herr Wirtz und Schulleiter Herr Hoffmann, unterstützt von Frau Grüterich – eine aufregende und lehrreiche Woche im Südtiroler Ahrntal am Klausberg.
Die Teilnehmenden erlebten eine unvergessliche Zeit auf den Pisten. Dank des vielfältigen Angebots und der ausgezeichneten Bedingungen konnten viele am Ende der Woche eine blaue Piste sicher bewältigen. Besonders beliebt war die Talabfahrt, die für viele die Lieblingspiste der gesamten Fahrt wurde. Trotz vereinzelter nebliger Tage mit eingeschränkter Sicht, war die Begeisterung für den Schnee und das Skifahren stets groß.
Neben den sportlichen Aktivitäten kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Die Gruppe genoss ein abwechslungsreiches Buffet mit hochwertigem Bio-Essen. Besonders hervorzuheben waren die warmen, wohltuenden Suppen nach einem langen Tag auf der Piste sowie der beliebte Kaiserschmarrn, der natürlich nicht fehlen darf.
Auch abseits der Pisten war für Unterhaltung und Abwechslung gesorgt. Ein spannender Spieleabend, Tischtennis und eine Nachtwanderung sorgten für viel Spaß und festigten den Teamgeist. Besonders beliebt war auch das Kartenspiel Uno. Diese gemeinsamen Erlebnisse machten die Reise zu einer noch wertvolleren Erfahrung.
Natürlich kam auch der Après-Ski nicht zu kurz. Der Besuch im „Hexenkessel“, einer beliebten Après-Ski-Location, rundete die Reise mit entspannter Atmosphäre und viel Spaß ab.
Die Teilnehmenden zeigten sich als äußerst sportlich, lernbereit und voller Elan. Gemeinsam meisterten sie die Herausforderungen des Skifahrens und hatten gleichzeitig viel Spaß im Schnee.
Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Reise!
Teilnehmende unseres Berufskollegs haben erfolgreich das KMK-Fremdsprachenzertifikat Englisch erworben. Dabei handelt es sich um ein bundesweit einheitliches, freiwilliges Zusatzzertifikat, das berufsbezogene Englischkenntnisse nachweist und bei Bewerbungen einen echten Vorteil darstellt.
Das Zertifikat besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung, in denen die Prüflinge ihre Fähigkeiten im beruflichen Kontext unter Beweis stellen. Um optimal vorbereitet zu sein, besuchten die Schüler*innen über ein Schulhalbjahr hinweg einmal pro Woche einen gezielten Vorbereitungskurs bei Frau S. Schulte und C. Bierwirth.
Besonders erfreulich ist die Vielfalt der beruflichen Fachbereiche, in denen das Zertifikat abgelegt werden kann. In diesem Jahr nahmen Lernende aus den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Medientechnologie sowie Elektrotechnik und Metalltechnik teil.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des KMK-Fremdsprachenzertifikats stärken die Teilnehmenden nicht nur ihre sprachlichen Kompetenzen, sondern erhöhen auch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt – eine wertvolle Zusatzqualifikation, die sich in jeder Bewerbung sehen lassen kann.
Im Berufsbildungswerk unterstützen wir junge Menschen, die mit persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen kämpfen, auf ihrem Weg zu einer erfolgreichen Ausbildung. Unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich täglich dafür ein, jedem Einzelnen die Teilhabe am Leben und an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Es geht um mehr als nur Barrierefreiheit – es geht um echte Teilhabe, um die Chance, selbstbestimmt und gleichberechtigt im Leben zu stehen. In unserem Jubiläumsjahr feiern wir genau diese „Wege ins Leben“, die wir jungen Menschen jeden Tag eröffnen.
Unter dem Motto „Wege öffnen. Leben bewegen.“ möchten wir auch in Zukunft jungen Menschen die Möglichkeit geben, selbstständig zu leben und zu lernen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung!
Helfen Sie uns, die Zukunft dieser jungen Menschen zu gestalten. Ihre Spende macht einen Unterschied!
Im Jubiläumsjahr „50 Jahre Berufsbildungswerk Volmarstein und Werner-Richard-Berufskolleg“ wurde ein besonderes Veranstaltungsformat erlebbar: eine Silent Disco – organisiert vom Fachdienst Autismus. Rund 50 Teilnehmende kamen zusammen, um Musik auf ihre ganz eigene Weise zu erleben.
Drei Kanäle, fünf DJs und für alle der passende Sound: Über Kopfhörer konnten die Gäste zwischen unterschiedlichen Musikrichtungen wechseln. Welche Musik gerade lief, zeigte sich an den Farben der leuchtenden Kopfhörer. So entstand ein lebendiges Miteinander – individuell und doch verbunden.
Was die Silent Disco besonders macht: Jede*r bestimmt selbst, wie laut es ist, welcher Musikkanal gewählt wird oder wann eine Pause guttut. Das schafft einen Rahmen, der gerade für Menschen im Autismus-Spektrum passend ist – weil Reize steuerbar bleiben und Überforderung vermieden wird. Und so wurde an diesem Abend deutlich: Gemeinschaft kann ganz unterschiedlich aussehen. Trotz „stiller“ Disco wurde gelacht, getanzt – und an manchen Stellen auch hörbar mitgesungen. Ein lebendiger Moment der Teilhabe, der zeigt, wie Inklusion im Alltag gelingen kann: offen, respektvoll und mit Freude am gemeinsamen Erleben.
Berufsbildungswerk Volmarstein und Werner-Richard-Berufskolleg feiern eine bunte Motto-Woche zum 50. Geburtstag
Lehrkräfte mit bunten Perücken und Fransen-Shirts, Ausbilder*innen auf Rollschuhen, Azubis in Blumenhemden mit Capri-Sonne in der Hand: Eine Woche lang war das Berufsbildungswerk Volmarstein gemeinsam mit dem Werner-Richard-Berufskolleg fest in den 70ern angekommen.
Mit viel Kreativität und einer Menge Spaß feierten beide Einrichtungen ihren 50. Geburtstag – und das mit einer Motto-Woche, die von allen getragen wurde. „Meine Mutter war 1976 noch nicht mal geboren“, erzählt eine Auszubildende aus der Gärtnerei lachend. „Da mussten wir erst mal recherchieren, was damals angesagt war.“ Schnell war klar: Nelken gehören dazu – und eine Pflanzaktion mit Grünlilien, dem Klassiker unter den Topfpflanzen.
Jeden Tag war etwas los: In den Schulpausen wurden Haarkränze gebastelt, im 70er Jahre Museum ging es um Musiktrends und Mode, in der großen Pausenhalle wurde getanzt und gesungen – und natürlich auch gegessen. Klassiker wie Kalter Hund, Wackelpudding, Currywurst oder Schinken-Spargelröllchen kamen bestens an. Abends ging es weiter mit Film, Spiel und Musik: Die „Rocky Horror Picture Show“, „Der große Preis“ und eine 70er-Disco sorgten für beste Stimmung.
Ein Highlight war die Fotoaktion: Die Auszubildenden aus der Mediengestaltung entwarfen nicht nur Plakate, sondern auch eine eigene Fotowand. Mit passenden Kostümen entstanden viele kreative und witzige Bilder – Erinnerungen an eine Woche, die zeigt, wie viel Ideen, Engagement und Gemeinschaft in Volmarstein stecken.
Der 50. Geburtstag ist übrigens nur eine von vielen Aktionen im Jubiläumsjahr. Neben der Motto-Woche ist das geplante Sommerfest ein Höhepunkt. Den 4. Juli sollten sich alle 70er-Fans schon mal vormerken. Denn Gäste sind herzlich willkommen.