16.02.24 | WRBK
Projektwoche ist eine super Erfahrung für die Schülerschaft des Werner-Richard-Berufskollegs der Ev. Stiftung Volmarstein
Mit verschränkten Armen und finsterer Miene stehen sieben jungen Erwachsenen im Raum und schweigen grimmig. „Ärger, Aggression, Wut“, schreien die Zuschauer und Zuschauerinnen aus voller Kehle. Wut stimmt – und die Schülerinnen und Schüler lösen sich lachend aus ihrer Pose.
Bei der Projektwoche im Werner-Richard Berufskolleg ging es diesmal um die Themen „Schlüsselqualifikationen und Benehmen im Berufs- bzw. Ausbildungsalltag“. Lehrkräfte bereiteten dazu Übungen vor. „Allerdings mit viel Raum für die Ideen der Schülerschaft“, betont Lehrerin Lena Maatkamp.
Als Highlight der jährlichen Projektwoche startete am letzten Tag ein Theaterworkshop. Für die Schülerinnen ist dieser Zugang zu einem Thema komplett neu. „Viele haben erstmal nicht so große Lust und auch Vorurteile gegen Theater und Kultur“, weiß Lena Maatkamp. Die sechs Theaterpädagoginnen schafften es aber ganz schnell, die jungen Erwachseneren zu begeistern.
Bei der Aufführung am Ende der Projektwoche rockten dann alle die Bühne. „Zu sehen, wie manche sonst sehr zurückhaltende Schülerinnen selbstbewusst agieren und sich was zutrauen ist absolut berührend“, schwärmte die junge Lehrerin. Für die Schüler*innen ist das Erlebnis eine super Erfahrung. Auch sie lernen sich selbst in einer neuen Situation anders kennen, gehen oft selbstbewusster und gestärkter aus diesem Tag. Viele erzählen noch lange nach diesem Tag begeistert davon und bekommen nicht nur zu sich selbst, sondern auch zum Theater eine positivere Einstellung.
8.02.24 | WRBK
Nach einem Jahr Ausbildung erhielten die neuen Sporthelfer*innen am 01.02.24 endlich ihre Zertifikate. Drei Schülerinnen und sechs Schüler aus unterschiedlichen Bereichen des Werner-Richard-Berufskollegs sind vor einem Jahr dem Angebot gefolgt, sich ausbilden zu lassen. Ein Jahr lang gingen sie jeden Donnerstag freiwillig zu einer 45-minütigen Schulung.
In diesem Zeitraum erlangten sie umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, kleine Sportgruppen anzuleiten und Sportveranstaltungen zu unterstützen.
Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung war die eigenständige Planung von Sportstunden. Hierbei wurden sie angeleitet, Ideen schriftlich auszuarbeiten und sie dann in der Praxis umzusetzen. Dies ermöglicht nicht nur die Entwicklung pädagogischer Kompetenzen, sondern fördert auch die Fähigkeit, eigene praktische Erfahrungen zu reflektieren und daraus zu lernen. Ein großer Wert wurde auf das Kennenlernen und die Beachtung von Sicherheitsbestimmungen im Sport gelegt. Diese Aspekte sind von entscheidender Bedeutung, wenn man kleine Sportgruppen betreut oder Sportveranstaltungen unterstützt. Der verantwortungsbewusste Umgang mit der Sicherheit der Teilnehmenden stand immer im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung war die Vermittlung von Methoden zur Gruppeneinteilung sowie das Kennenlernen verschiedener Sportspiele. Die Kenntnisse über die Organisation von Gruppen und die Vielfalt von Sportspielen sind grundlegend für eine erfolgreiche Arbeit als Sporthelfer*in.
Die Ausbildung zum/zur Sporthelfer*in war somit nicht nur eine lehrreiche Erfahrung, sondern legte auch den Grundstein für eine fortlaufende sportliche Entwicklung. „Es hat uns sehr viel Spaß gemacht“, schwärmten Lilo Bertermann und Mahi Abbas, die zusammen mit ihren Mit-Azubis Ben Coun, Julian-Jason Breuckmann, Burak Dogan, Tobias Hansen, Lina Langen-Hütz sowie den Brüdern Maurice und Leon Klette schon einige Sportveranstaltungen unterstützen durften, wie z. B. das Laufwunder oder das allseits beliebte Kombiballturnier. Frau Zarges lobte das große Engagement und die Zuverlässigkeit der Gruppe und freut sich gemeinsam mit Herrn Janßen über deren Unterstützung bei den kommenden Sportveranstaltungen.
Im neuen Schuljahr 2024/25 ist geplant, nach den Sommerferien weitere Sporthelfer*innen auszubilden.
Wer Interesse hat, kann Frau Zarges oder Herrn Janßen kontaktieren.
6.02.24 | Allgemein, WRBK
Klient*innen des Betreuten Wohnens und Schüler*innen der Ev. Stiftung Volmarstein besuchen Veranstaltung im Wittener Saalbau.
„Das macht richtig Spaß“ sagt Güldane Baars und stößt die Holzkugel mit Schwung über das Spielbrett. „Ein bisschen fester …!“, feuert ihr Ehemann Marcus sie an. Beim inklusiven Kultur-Parcour im Wittener Saalbau genießen die beiden einen kurzweiligen Nachmittag. Das Ehepaar lebt in einem Wohnprojekt der Ev. Stiftung Volmarstein im Preinsholz in Witten-Annen. Dort erfahren sie so viel Unterstützung wie nötig und genießen gleichzeitig so viel Selbstständigkeit wie möglich. Kultur erleben gehört dazu.
Auch Michael Jäger findet es klasse im Saalbau. An einer Staffelei bemalt er ein großes Blatt mit grellen Farben bevor er auf der kleinen Bühne „in den Zug steigt und nach Österreich losbraust“. Jil Eppert unterhält sich währenddessen im Gang mit anderen Besuchern. „Das ist ein wichtiges Kultur-Angebot hier“, betont die junge Frau, die in der Kesselstraße in Witten in einer eigenen Wohnung lebt und in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Volmarstein arbeitet. „Es ist klasse, mal andere Leute kennen zu lernen“, freut sie sich. Kevin Arlt arbeitet als Freizeitbegleiter in der Stiftung und unterstützt gemeinsam mit mehreren Kollegen und Kolleginnen die Klienten und Klientinnen des Betreuten Wohnens der Ev. Stiftung Volmarstein bei ihrem Ausflug. „Das ist eine schöne Art der Inklusion“, betont der junge Mann. „Alle haben sich total darauf gefreut auf diesen Nachmittag.“
Auch aus dem Werner-Richard-Berufskolleg ist eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen nach Witten gekommen. Gemeinsam mit Frau Maatkamp testen u. A. Mahi Abbas, Tobern Peters sowie Paul Gehrt das vielfältige Angebot und hatten viel Spaß dabei, Teller auf dünnen Stäben zu balancieren oder mit bunten Tüchern zu jonglieren.
24.01.24 | Allgemein
Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus haben keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft und auch nicht in der Ev. Stiftung Volmarstein“, betont Markus Bachmann, Vorstand der Stiftung. „Wir stehen für Offenheit und Vielfalt und leben diese in der täglichen Arbeit.“ Daher stellt sich die Ev. Stiftung Volmarstein hinter die Aufrufe zu den Demonstrationen, die in dieser Woche in Hagen und Witten stattfinden:
Mittwoch, 24. Januar 2024 in Witten
Veranstalter ist die seit 2015 bestehende Initiative „Ennepe-Ruhr stellt sich quer“. Sie wird von einem Bündnis verschiedener Organisationen aus Witten und dem ganzen EN-Kreis unterstützt wird. Anlass ist eine Veranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion, die am Mittwoch im Saalbau stattfinden wird.
Start um 17:30 Uhr vor dem Saalbau Witten (Bergerstr. 25)
Donnerstag, 25. Januar 2024 in Hagen
„Bündnis offen bunt“ (Bob) ruft zur Demo am kommenden Donnerstag auf, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus und Antisemitismus sowie gegen die Zerstörung der Demokratie zu setzen! Start der Demonstration ist um 18 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Von dort geht es durch die Innenstadt zur Muschel in den Volkspark. Dort endet die Veranstaltung mit einer Kundgebung.
24.01.24 | WRBK
Gemeinsamens Projekt von Kita und Schule der Ev. Stiftung Volmarstein
Mit staunenden Augen sitzen die Kindergartenkinder auf dem Teppich, kuscheln sich in die Decke und lauschen gespannt der Geschichte vom Wichtel Tomte. Unter dem Motto „Lesen verbindet!“ bekommt das Werner-Richard-Berufskolleg in Volmarstein regelmäßig Besuch aus der benachbarten Kita Büllerbü. „Für die Kinder ist das absolut spannend, in die Schule zu gehen“, weiß Kita-Leiterin Tanja Schunder. Schülerinnen und Schüler, die zurzeit in der Ausbildungsvorbereitung im Vollzeitunterricht sind, lesen den Kindern tolle Geschichten vor. Weil ja nicht alle in ein Bilderbuch schauen können, werden die Bilder auf der großen digitalen Tafel abgebildet.
„Ich liebe Bücher“, sagt Mahi Abbas. Die 20-Jährige ist regelmäßig in der Leselounge der Schule und leiht sich Bücher aus. Damit ist sie schon fast die Ausnahme in der Klasse. Denn ihre Mitschüler*innen lesen eher im Internet – mal Nachrichten oder Beiträge in den Sozialen Medien. Den Kindern laut vorzulesen, ist für alle eine neue Erfahrung. „Das macht Spaß“, sagt der 19-jährige Lucas Boldt, der wie alle die gemeinsame Lesezeit genießt. „Lesen verbindet! Wir freuen uns sehr, dass aus der Idee zum bundesweiten Vorlesetag im November 2023 nun eine langfristige Lesekooperation mit der KiTa Bullerbü entstanden ist, die alle Schüler*innen in die Welt des (Vor-)Lesens mitnimmt!“, betont Nicola Tiggemann-Koch, Lehrerin am Berufskolleg der Ev. Stiftung Volmarstein.