2.12.25 | WRBK
„Es ist schon ein komisches Gefühl, als ‚Expertin‘ an der alten Schule ehemalige Mitschüler zu informieren!“, meinte Olivia Dydyna, als sie freitags am Info-Stand des Werner-Richard-Berufskollegs saß.
Weil die Dietrich-Bonhoeffer-Schule Bedburg-Hau an einem Freitagnachmittag einen „Expertentag“ veranstaltete, um Schüler*innen der Abschlussstufe über mögliche schulische Anschlussperspektiven zu informieren, hatte der stellvertretende Schulleiter des WRBK Olivia angesprochen, ob sie nicht Interesse hätte, mit zu ihrer alten Schule zu fahren und dort über ihre Erfahrungen in Volmarstein zu berichten. Und Olivia machte ihre Sache sehr gut! Als „Expertin“ am Info-Stand war sie eine viel gefragte Ansprechpartnerin und beantwortete sehr kompetent alle Fragen zum Thema Schule und Internatsunterbringung. Weil sie über ihre eigenen Erfahrungen berichtete, wirkten ihre Antworten auf die zukünftigen Entlassschüler*innen aus der Abschlussstufe sehr authentisch. Olivia konnte auch den ein oder anderen überzeugen, sich zu einem Besuchstermin in Volmarstein anzumelden.
Der Nachmittag als Beraterin hat Olivia sehr viel Spaß gemacht. Ihre neue Rolle hat sie sehr gut ausgefüllt. Vielleicht, oder besser gesagt hoffentlich, wird sie in Zukunft noch häufiger als Expertin für das Werner-Richard-Berufskolleg im Einsatz sein.
18.11.25 | WRBK
Die Evangelische Stiftung Volmarstein lädt am ersten Adventswochenende (29. und 30. November) wieder zum inklusiven Adventsmarkt ein. Dann verwandelt sich das Zentralgelände der Stiftung erneut in einen Ort lebendiger Begegnung. Zwischen festlich geschmückten Buden kommen Menschen mit und ohne Behinderung ins Gespräch, genießen Musik, Lichterglanz und vorweihnachtliche Atmosphäre – gelebte Inklusion mitten in Volmarstein.
In diesem Jahr steht der Markt unter dem Motto „Zusammen klingt’s heller“. Passend dazu erwartet die Besucherinnen und Besucher ein besonders musikalisches Programm: An beiden Tagen um 17 Uhr lassen Ehrenamtliche und Bewohner*innen „Weihnachtslieder lebendig werden“. Der Gottesdienst am Sonntag um 11 Uhr wird ebenfalls einen musikalischen Schwerpunkt haben. Außerdem ist noch die ein oder andere musikalische Überraschung geplant.
„Wir öffnen unsere Türen für die Menschen in der Region“, sagt Pfarrerin Dr. Tabea Esch, Leiterin des Zentrums für Theologie, Diakonie und Ethik. Seit mehr als 50 Jahren gehört die Veranstaltung zu den Höhepunkten im Jahreskalender der Stiftung. Der Adventsmarkt ist am Samstag, 29. November, von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag, 30. November, von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Traditionell werden viele liebevoll gefertigte Produkte angeboten, die in den Werkstätten und Einrichtungen der Stiftung entstanden sind: Adventsdekoration aus der Gärtnerei, Erzeugnisse aus der Druckerei, Handarbeiten und kulinarische Leckereien aus der Hauswirtschaft. An den Essenständen bleiben keine Wünsche offen: Von Grünkohl bis Reibekuchen ist alles dabei – und das zu fairen Preisen. In zwei Gebäuden gibt es Sitzgelegenheiten im Warmen, um Kaffee und Kuchen zu genießen. Außerdem gibt es zum ersten Mal eine Bude mit rein veganen Speisen. In den rund 30 Holzbuden, die von den Handwerksteams der Stiftung aufgebaut werden, arbeiten Mitarbeitende und Menschen mit Behinderung Hand in Hand. „Dass sich so viele Kolleginnen und Kollegen zusätzlich ehrenamtlich engagieren, ist wirklich beeindruckend“, betont Pfarrerin Esch. „Dieser Adventsmarkt lebt von Herz, Gemeinschaft und dem Miteinander vieler helfender Hände.“
6.11.25 | WRBK
Onlineshop „machs-licht-an“ wird Teil der Ev. Stiftung Volmarstein
Kerzen, die mehr sind als Dekoration – das ist die Idee hinter „machs-licht-an“. In der neuen Abteilung der Ev. Stiftung Volmarstein entstehen Unikate, die Menschen in besonderen Momenten begleiten: bei Taufen, Hochzeiten, Geburtstagen oder in Zeiten des Abschieds. Jede Kerze wird individuell gestaltet, veredelt und sorgfältig verpackt.
Seit Anfang 2025 gehört machs-licht-an zur Projektgesellschaft Volmarstein, einem Tochterunternehmen der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Im Kerzenshop, der seinen Sitz im Gebäude des Berufsbildungswerks hat, arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten Hand in Hand. Die Kerzenrohlinge stammen aus deutscher Produktion. In Volmarstein werden sie veredelt und es entstehen daraus echte Unikate: Die Gestaltungen werden hier entworfen, individuell für die Kundinnen und Kunden angefertigt und sorgfältig in einem speziellen Druckverfahren auf die Kerzen übertragen. Anschließend wird jedes Stück liebevoll fertiggestellt, sicher verpackt und an die Kunden verschickt.
„Die Mitarbeitenden gestalten gemeinsam, lernen voneinander und übernehmen Verantwortung – unterstützt durch pädagogische Begleitung und individuell angepasste Arbeitsbedingungen“, betont Sabine Riddermann, Geschäftsführerin der Projektgesellschaft. „So entstehen in Volmarstein nicht nur besondere Produkte, sondern auch Arbeitsplätze, die Teilhabe und berufliche Weiterentwicklung ermöglichen.“
Die Bestellung der Kerzen erfolgt ausschließlich online über die Internetseite machs-licht-an.de. Hier können Interessenten dem Anlass entsprechend Kerzen mit verschiedenen Motiven und in unterschiedlichen Größen auswählen. Zu der graphischen Gestaltung können die Kunden Motive, sowie Namen, Datum und einen persönlichen Spruch auswählen– so entsteht ein wirklich individuelles Erinnerungsstück.
31.10.25 | WRBK
80 Jugendliche aus dem Berufsbildungswerk besuchten das NS-Museum in Köln
Ein Ort des Schreckens – und ein Ort des Lernens: Für rund 80 junge Erwachsene aus der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) des Berufsbildungswerks Volmarstein wurde der Besuch des NS-Dokumentationszentrums in Köln zu einer eindrücklichen Erfahrung. Gemeinsam mit etwa 20 Mitarbeitenden aus den Bereichen Ausbildung, Wohnen und Schule setzten sie sich im ehemaligen Gestapo-Gefängnis intensiv mit den Verbrechen der NS-Zeit auseinander.
Die Exkursion fand im Rahmen der Kompetenzanalyse zum Thema „Demokratieverständnis“ statt. „Ziel war es, die historische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus zu vertiefen und junge Menschen in ihrer politischen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung zu stärken“, sagt Ines Wegner-Cardenas, Ausbilderin im Berufsbildungswerk der Ev. Stiftung Volmarstein.
Nach der gemeinsamen Anreise aus Wetter begann der Tag mit einer kurzen Frühstückspause in der Kölner Innenstadt. Anschließend nahmen die Gruppen an Führungen durch die Gedenkstätte und die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“ teil. Während eine Gruppe das Museum besuchte, erkundeten andere unter pädagogischer Begleitung die Umgebung rund um den Kölner Dom.
Viele der Teilnehmenden beschrieben den Besuch als spannend und lehrreich – zugleich aber auch als emotional herausfordernd. „Der Besuch im Museum hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Insbesondere die eingekratzten Wandinschriften sind sehr traurig und bewegend. Was dort passiert ist, ist für mich einfach unvorstellbar schrecklich“, sagt Jasmin Mittelstedt, die zurzeit eine berufsvorbereitende Maßnahme in Volmarstein absolviert.
Für alle, die bei der Exkursion dabei waren, war der Tag in Köln weit mehr als ein Ausflug – nämlich ein wichtiger Beitrag zur Bildung gegen das Vergessen. „Solche Erfahrungen tragen dazu bei, dass junge Menschen begreifen, wie wertvoll Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit sind“, betont Ines Wegner-Cardenas.
27.10.25 | WRBK
Mit einem festlichen Gottesdienst ist Katrin Gerlach, Seelsorgerin und Gemeindepädagogin im Berufsbildungswerk Volmarstein, für den Dienst an Wort und Sakrament beauftragt worden.
Der Gottesdienst stand unter dem biblischen Leitwort „Ihr seid das Salz der Erde“ aus der Bergpredigt Jesu und wurde von Katrin Gerlach und ihrem Team liebevoll vorbereitet. Pfarrer Karsten Malz, Assessor und stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Hagen, sprach die Beauftragung aus. Unterstützt wurde er von Pfarrerin Dr. Tabea Esch, leitender Theologin der Evangelischen Stiftung Volmarstein sowie Diakonin und Geschäftsbereichsleitung Sabine Riddermann.
Viele Kolleginnen und Kollegen begleiteten die feierliche Segnung mit persönlichen Worten und legten Katrin Gerlach die Hände auf. Mit der Beauftragung darf sie künftig im Rahmen ihres Dienstes in der Stiftung Volmarstein predigen, das Abendmahl feiern sowie Taufen, Trauungen und Beerdigungen durchführen.
Seit über zwei Jahren begleitet Katrin Gerlach im Berufsbildungswerk Volmarstein junge Menschen seelsorgerisch – mit Angeboten rund um Glauben, Bildung und Spiritualität. Mit ihrer Empfindsamkeit, ihren wohlgewählten Worten und einer Nähe, die Halt gibt, öffnet sie Herzen und Sinne der Menschen. Das war auch im Einführungsgottesdienst spürbar.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Alexandra Zurnieden, Benjamin Laes und dem Chor unter Leitung von Katrin Gerlach gestaltet. Zum Abschluss erhielten alle Besucherinnen und Besucher kleine Salzstreuer – als Erinnerung daran, dass jede und jeder von uns „Salz der Erde“ ist und die Welt ein Stück heller und geschmackvoller machen kann.