10.04.18 | Allgemein, WRBK
Begrüßung, Sitzhaltung, Tischmanieren: Im Knigge-Kurs lernen Schüler des Werner-Richard-Berufskollegs, alltägliche Situationen zu meistern.
Wie sitzt man beim Gespräch korrekt am Tisch? Welche Kleidung ist passend beim Vorstellungstermin? Wie sieht eine freundliche Begrüßung aus? Schüler des Werner-Richard- Berufskollegs haben mit Hilfe einer Knigge-Trainerin gelernt, solche Alltags-Situationen perfekt zu meistern. Am Ende gab es ein Zertifikat für die Bewerbungsmappe.
„Gutes Benehmen hilft beruflich und privat enorm weiter“, erklärt Jens Hufschmidt, Lehrer an der Schule für Körperbehinderte der Stiftung Volmarstein, den Grund für den besonderen Unterrichtstoff. Um den zu vermitteln, bekamen die Schüler „seiner“ Berufsfachschulklasse mehrfach Besuch von Personaltrainerin Dagmar Gossen.
„Dein perfekter Auftritt“, so lautet das Projekt der Malteser, für das sie ehrenamtlich an Schulen in der gesamten Diözese Essen unterwegs ist. Ihr Ziel ist es, mit Jugendlichen angemessene Umgangsformen einzuüben. Wichtige Worte dafür sind generell „Bitte“, „Danke“, „Guten Tag“, „Auf Wiedersehen“ und „Entschuldigung“. Und grundsätzlich betont Dagmar Gossen: „Die größte Stärke, die man gegenüber anderen zeigen kann, ist Zuverlässigkeit.“
Die Schüler staunten, dass für einen guten ersten Eindruck – z.B. beim Vorstellungsgespräch – die Kleidung entscheidend ist (58 Prozent). Stimme (38 Prozent) und Gesprächsinhalt (7 Prozent) haben dagegen geringe Bedeutung. Beim Thema „Handy“ warnte sie die Jugendlichen davor, flapsige Ansagen auf die eigene Mailbox zu sprechen. „Wenn eine Firma aufgrund einer Bewerbung anruft, macht das keinen guten Eindruck“, so die Knigge-Trainerin.
Den ultimativen Praxistest gab es beim Abschluss-Essen im Restaurant Margarethenhöhe: Begrüßung, Sitzhaltung, Gesprächsverhalten, Tischmanieren und Verabschiedung – darüber hatten die Schüler beim Knigge-Kurs ausführlich im Klassenzimmer gesprochen. Am Ende hatten sie alle eine Erkenntnis gewonnen: Gutes Benehmen ist wahrlich keine Glückssache!
27.11.17 | Allgemein, WRBK
Es gibt Mitarbeitende der Evangelischen Stiftung Volmarstein, die sich neben ihrer täglichen Arbeit auch ehrenamtlich für die Menschen engagieren, die in der Stiftung leben.
In dieser Hinsicht ist Werner Walther, Mitarbeiter des Berufsbildungswerks (BBW), ein Dauerbrenner: Beim Fußballturnier, das er regelmäßig einmal im Jahr zugunsten des Werner-Richard-Berufskollegs sowie des BBW organisiert, kamen diesmal rund 2300 Euro zusammen. Dafür wurden bei örtlichen Händlern wichtige Geräte für die Schulküche angeschafft – und zwar ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank, mehrere Waffeleisen sowie Tassen und Schürzen für das Kulturcafé.
Das Fußball-Turnier, das stets auf dem Sportplatz Schöllinger Feld stattfindet, wurde auch diesmal von der Firma ABUS und Volmarsteiner Geschäftsleuten unterstützt. Vor Ort halfen wie üblich Mitarbeiter des BBW und Lehrer des Berufskollegs tatkräftig mit – als Grillmeister, Schiedsrichter oder Spielplan-Tüftler.
8.11.17 | Allgemein, BBW, WRBK
Ein toller Erfolg: Platz 2 bei der Verleihung der Druck- und Medien-Awards.
Bei diesem wichtigsten Wettbewerb der deutschen Druckwirtschaft hatte sich das BBW in der Kategorie „Sozial engagiertes Druckunternehmen des Jahres“ beworben. Die Awards wurden bei einer Gala in Berlin verliehen.
„Für uns war das ein tolles Erlebnis“, meinten Ausbildungsleiter Alfons Schach und Ausbilder Jürgen Betz. Gemeinsam mit den beiden Auszubildenden Meggi Yuen und Antonio Groß waren sie in die Hauptstadt gefahren, um an der glamourösen Veranstaltung teilzunehmen.
Beworben hat sich das BBW gemeinsam mit zwei Kooperationspartnern: dem Verband Druck + Medien (VDM) Nord-West und dem Essener Unternehmen Druckpartner. Hinter der Dreier- Bewerbung steckt eine besondere Kooperation: Das BBW bildet junge Menschen mit Behinderungen aus, um sie mit Hilfe des VDM und dessen Mitglieds-Firmen in Arbeit zu bringen.
Volmarstein ist das einzige Berufsbildungswerk in NRW, das Jugendlichen mit Behinderungen eine Ausbildung im Bereich Druck und Medien anbietet. Trotz praxisnaher Ausbildung: Für die Azubis sind Praktikumsplätze in externen Betrieben enorm wichtig. Daher ist der Verband Druck + Medien ein bedeutender Partner. Einige der 700 Mitglieds-Firmen – u.a. Verlage, Zeitungshäuser, Druckereien und Werbeagenturen in NRW – sind potenzielle Anbieter von Praktikums-Plätzen.
Seit einiger Zeit wirbt das BBW bei den Verbands-Firmen um Praktika für „seine“ Azubis. Dafür haben die Volmarsteiner Azubis die Kampagne „Ichbinwiedu“ ausgetüftelt. Die Jugendlichen entwarfen und produzierten Flyer und Plakate.
Das Unternehmen Druckpartner ist ein Paradebeispiel für die gelungene Kooperation zwischen BBW, VDM und einem Unternehmen: So hat Druckpartner eine ehemalige die BBW-Auszubildende übernommen. Sie hatte während ihrer Ausbildung in dem Betrieb ein Langzeit- Praktikum absolviert. Weil sie voll überzeugte, bekam sie bei Druckpartner eine „richtige“ Stelle.
20.10.17 | Allgemein, BBW, WRBK
Volles Haus beim Berufserkundungstag im Berufsbildungswerk und Werner-Richard-Berufskolleg.
„Wir hatten jede Menge gute Gespräche“, so das Fazit von Ausbildungsleiter Alfons Schach zu diesem jährlichen Tag der offenen Tür. Den nutzen stets Jugendliche mit Körperbehinderungen oder Autismus-Spektrum-Störung, um sich zusammen mit ihren Eltern im BBW umzuschauen. Ebenso kommen ganze Klassen von Förderschulen aus der Region.
Sie alle machen sich bei Führungen durch Werkstätten und Wohnbereiche sowie im Probe-Unterricht am Werner-Richard-Berufskolleg ein umfassendes Bild von der Einrichtung. Die bietet ihnen die Möglichkeit, unter mehr als 30 Ausbildungsberufen zu wählen – und zwar in den Bereichen Wirtschaft & Verwaltung, Metalltechnik, Ernährung & Hauswirtschaft, Elektrotechnik, Druck- & Mediengestaltung sowie Agrartechnik.
Erstmals gab es eine Anlaufstelle für Vertreter von Betrieben, die Praktikumsstellen für BBW-Auszubildende anbieten. Externe Praktika sind enorm wichtig, weil sie den Jugendlichen mit Behinderung als Sprungbrett auf den ersten Arbeitsmarkt diesen können. „Das ist von den Firmen prima angenommen worden“, berichtete BBW-Mitarbeiterin Ute Oussar, die zum Organisationsteam gehörte. Gut besucht waren auch die Vorträge im Autismus-Zentrum.
„Für uns bietet der Berufserkundungstag die Chance, die ganze Vielfalt des BBW zu präsentieren“, betonte BBW-Leiter Mathias B. Weber. Daran sind stets Mitarbeitende aus allen Bereichen beteiligt – also Ausbildung, Berufskolleg, Lernort Wohnen und den Fachdiensten. Sie machen die Vielfältigkeit des Hauses aus.
6.07.17 | Allgemein, BBW, WRBK
Am 1.Juli feierte das Werner-Richard-Berufskolleg gemeinsam mit dem Berufsbildungswerk das gemeinsame Sommerfest.
Aufgrund der schlechten Witterung musste das Fest leider erneut in der Sporthalle und den Fluren des BBWs stattfinden. Der Stimmung tat dies jedoch keineswegs Abbruch.
So feierten etwa 1.000 Besucher ein buntes und stimmungsvolles Fest mit vielen Highlights. Auf der Bühne sorgten neben den drei eigenen Hausbands „Spacken 14“, „Hawaii Ninjas“ und „Open Mind“ auch die Zumba-Tanzgruppe und der Musicalworkshop für eine tolle Party-Athmosphäre.
Das Kulturcafe Esperanto bot leckere Kaffeegetränke an, während zwei Schulklassen in diesem Jahr erstmalig auch asiatische Nudel- und Reisgerichte als gelungene Alternative zu den üblichen Speiseangeboten servierten. An den abwechslungsreichen Aktionsständen der Vollzeitklassen war Geschicklichkeit, Wissen und Präzision gefragt.
Besonders erfreulich war die Resonanz am Ehemaligenstand. Hier trafen sich über 60 ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um sich auszutauschen und sich auf einem Steckbrief zu verewigen. Insgesamt war es ein toller Tag mit sehr vielen schönen Begegnungen.
4.07.17 | Allgemein, WRBK
Am 27. und 28. Juni war die Landesinitiative NRW „LoQ – Leben ohne Qualm“ zu Gast im Werner-Richard-Berufskolleg.
Wer sich jetzt einen langweiligen Vortrag mit erhobenem Zeigefinger vorstellt, liegt dabei vollkommen falsch. An insgesamt sechs Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsvorbereitung Vollzeit und Teilzeit (früher BVB) auf spielerische und moderne Weise ihr Wissen zum Thema Rauchen auffrischen.
Besonders beliebt auf diesem Parcours war der ’sportliche Stand‘, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit einem Atemtrainer einen Styroporball möglichst lange balancieren oder zielgenau in einem Korb versenken mussten.
An einem anderen Stand konnten die Schülerinnen und Schüler ausprobieren, wie sich ihr Äußeres durch das Rauchen verändert. Dazu wurden Freiwillige fotografiert und eine spezielle App zeigte dann die Alterung in den nächsten Jahren – mit oder ohne Rauchen.
An weiteren Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler in Quizform ihr Wissen auffrischen, sich über die Inhaltsstoffe von Zigaretten genauer informieren oder an einer Station mit Bio-Feedback auch einfach entspannen.
Organisiert wurde die gesamte Aktion vom Kompetenzteam Sucht, dem Lehrer und Sozialarbeiter des WRBK sowie Mitarbeiter aus Internat und begleitenden Diensten des BBW angehören. Gemeinsam mit Andrea Latusek von der Drogenberatungsstelle der AWO in Wetter und der ‚ginko Stiftung für Prävention Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW‘ konnte dieser neue und multimediale Parcours ausgerichtet werden.
Unsere Schülerinnen und Schüler machten aktiv und interessiert mit und fast alle haben auch die ein oder andere neue Information mitgenommen, etwa, dass in Zigaretten auch Kakao, Lakritz und radioaktives Plutonium enthalten sein kann.
Kurzum: Es war ein gelungener und kurzweiliger Parcours – Wiederholung in den nächsten Jahren garantiert!